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Adolf KuĂmaul
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Adolf KuĂmaul oder Adolf bzw. Adolph Kussmaul (* 22. Februar 1822 in Graben bei Karlsruhe; â 28. Mai 1902 in Heidelberg) war ein deutscher Internist und Gastroenterologe. Er wirkte unter anderem als Lehrstuhlinhaber in Freiburg und StraĂburg, war zudem Dichter und gilt als Miturheber des Begriffs Biedermeier.
Contents
⢠Familie
⢠Leben
⢠Eponyme
⢠Poetisches Werk
⢠Schriften
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Familie
Er stammte aus einer badischen Medizinerfamilie. Sein Vater Philipp Jakob KuĂmaul (1790â1850) war Physikatsarzt des Bezirks Wiesloch, sein GroĂvater Johann Georg KuĂmaul Chirurg in SĂśllingen (Pfinztal) bei Durlach. Seine Mutter Luise BĂśhringer war die jĂźngste Tochter des Direktors der GlashĂźtte Buhlbach, Johann Georg BĂśhringer.
KuĂmaul heiratete 1850 Luise Amanda geborene Wolf. Das Paar hatte einen Sohn und vier TĂśchter. Zwei seiner Kinder starben bereits in jugendlichem Alter. Seine Tochter Luise heiratete den bedeutenden Krebsforscher und Professor der Chirurgie Vincenz Czerny.
Seine Frau starb am 25. Januar 1898 und ist an der Seite ihres Gatten in der Familiengrabstätte auf dem Bergfriedhof Heidelberg (Abt. V) beigesetzt.
Leben
Versetzungen des Vaters, der auch in WĂźrzburgcite-ref-1[1] (1819/1820 als SchĂźler von Johann Lukas SchĂśnlein)cite-ref-2[2] tätig war, fĂźhrten KuĂmaul nacheinander an die Gymnasien in Wertheim, Mannheim und Heidelberg. Das Medizinstudium in Heidelberg (ab 1840) war von der Unruhe des Progress gekennzeichnet. KuĂmaul nahm regen Anteil an den Aktivitäten der studentischen Verbindungen und gehĂśrte von 1841 bis zum Herbst 1844 dem Corps Suevia Heidelberg an.cite-ref-3[3] 1846 legte er das Staatsexamen ab und wurde Assistent von Karl von Pfeufer. Die Jahre 1847 und 1848 verbrachte er mit weiteren Studien in Wien und Prag. Hier informierte er sich bei Carl von Rokitansky, Josef von Ĺ koda, Ferdinand von Hebra, Ignaz Semmelweis, Johann von Oppolzer und Franz Freiherr von Pitha Ăźber die neuesten Erkenntnisse der Wiener Medizinischen Schule.
In der Revolution von 1848/49 im Kaisertum Ăsterreich kehrte er in die Heimat zurĂźck und diente zwei Jahre als Militärarzt der Badischen Armee im Schleswig-Holsteinischen Krieg. In Kandern, einem kleinen Schwarzwaldstädtchen, lieĂ sich KuĂmaul im FrĂźhjahr 1850 nach der Entlassung aus dem Militärdienst als praktischer Arzt nieder und heiratete. Drei Jahre Ăźbte er hier die anstrengende Tätigkeit des Landarztes mit Krankenbesuchen zu FuĂ, im Wagen und zu Pferde Ăźber oft weite Entfernungen aus. 1853 entschloss sich KuĂmaul nach einer schweren Erkrankung, die Arztpraxis aufzugeben und die akademische Laufbahn einzuschlagen.
KuĂmaul begab sich 1853 zur Vorbereitung seiner Doktorarbeit an die Julius-Maximilians-Universität WĂźrzburg und studierte dort 1854 bis 1855 bei Albert von KĂślliker, Franz von Leydig, Heinrich von Bamberger, Nicolaus Friedreich, Cajetan von Textorcite-ref-4[4] und Rudolf Virchow, der ihn nach Kräften fĂśrderte. Seine Dissertation behandelt den Einfluss der BlutstrĂśmung des Kopfes auf die Bewegungen der Iris. Im Herbst 1854 hielt er sich fĂźr ein halbes Jahr an der Illenau auf, wo er den dortigen Hilfsarzt Bernhard von Gudden, den späteren Leibarzt von KĂśnig Ludwig II. von Bayern, traf. 1855 arbeitete er im Labor des WĂźrzburger Mediziners und Chemiker Johann Joseph von Scherer und wurde von Cajetan von Textor im Rigorosum geprĂźft.cite-ref-5[5] KuĂmaul habilitierte sich im selben Jahr in Heidelberg, in Anerkennung seiner frĂźheren Preisschrift.
Zunächst las er ßber Arzneimittellehre, dann zusätzlich ßber Toxikologie, Psychiatrie, Gerichtsmedizin, Anthropologie und Biologie. Darßber hinaus arbeitete er im chemischen Laboratorium und verÜffentlichte Arbeiten ßber die Totenstarre, die toxischen Wirkungen des Fliegenpilzes und EntwicklungsstÜrungen der Gebärmutter.
1857 wurde er zum auĂerordentlicher Professor in Heidelberg berufen. 1859 folgte er dem Ruf der Universität Erlangen auf den Lehrstuhl fĂźr Innere Medizin. Dort entstanden Publikationen Ăźber Quecksilbervergiftung und experimentelle Psychologie. 1863 wechselte er als Ordinarius an die Universität Freiburg und 1876 an die neue Kaiser-Wilhelms-Universität StraĂburg. Im Jahr 1886 erhielt er die Cothenius-Medaille der Leopoldina. Er war Mitglied der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ărzte.cite-ref-6[6]
1888 emeritiert, lebte KuĂmaul fortan in Heidelberg. Hier wurde er zum Geheimrat (1891) und EhrenbĂźrger (1899) von Heidelberg ernannt.cite-ref-7[7]
Ărztliches Wirken
KuĂmaul war ein vielseitiger Mediziner, insbesondere als Kliniker. Er befasste sich mit Epilepsie, Anomalien des Uterus, dem Seelenleben des Neugeborenen, der Technik der Thorakozentese, der Pockenimpfung, Tetanie und SprachstĂśrungen. Gleichzeitig war er ein glänzender Feuilletonist und Lyriker. Als praktischer Arzt trat er fĂźr die Anwendung altĂźberlieferter Heilmittel ein: âDie Natur ist eben immer unsere Lehrmeisterin und der rechte Arzt immer Naturarzt, denn nur aus ihrem unerschĂśpflichen Born stammt alle Heilkunst.â
Im Jahr 1844 errang KuĂmaul als Heidelberger Student den Preis fĂźr eine medizinische Preisaufgabe (goldene Karl-Friedrich-Medaille). In der ausgezeichneten Arbeit Die Farbenerscheinungen im Grunde des menschlichen Auges beschrieb er die physiologischen Grundlagen der Sichtbarmachung des Augenhintergrundescite-ref-8[8]cite-ref-9[9] und erkannte damit die Voraussetzungen (unter anderem die Verwendung einer plankonkaven Linse, die der WĂślbung der Hornhaut entspricht und der Konzeption des Kontaktglases von KĂśppe und Goldmann sowie der Hruby-Linse von Karl Hruby vorausging) fĂźr die 1850 entwickelte Ophthalmoskopie mit dem Augenspiegel, deren Nutzen er vorsah.cite-ref-10[10]
Seit 1860 befasste er sich mit Arbeiten ßber die Periarteriitis nodosa (mit Rudolf Robert Maier), fßhrte nach älteren Vorbildern die Magensonde zu therapeutischen Zweckencite-ref-11[11] sowie die Magenpumpe in die klinische Praxis ein (1867) und die Thorakozentese bei Pleuritis, Empyem und Pneumothorax. Es folgten weitere VerÜffentlichungen zum paradoxen Puls (1873), zur progressiven Muskelatrophie, Diabetes mellitus und zu SprachstÜrungen.
KuĂmaul setzte die Magenpumpe zur Behandlung der Magenausgangsstenose (-Verengung) ein, beschrieb eine Operationsmethode dieser Stenose, fĂźhrte Entnahmen von Magensaft zur Untersuchung und Versuche zur Magenspiegelung durch.
1877 beschrieb er als erster, unter der Bezeichnung âWortblindheitâ, die Legasthenie.
Eponyme
Kussmaul-Maier-Syndrom (1866)
Klassische Beschreibung der âPeriarteriitis nodosaâ durch KuĂmaul und Maier.
Kussmaul-Puls (1873)
Beobachtung des paradoxen Pulsphänomens (Pulsus paradoxus) bei Patienten mit schwieliger Mediastino-Perikarditis, die er als entzĂźndlichen Prozess unterschiedlicher Genese mit Bildung derber bindegewebiger Stränge und konsekutiver Adhäsionen von Perikard und Mediastinum beschrieb. Bei peripherer Pulstastung verschwindet der Puls in kurzen Intervallen, um gleich darauf mehrere Male wiederzukehren, die scheinbare UnregelmäĂigkeit ist an die Atemphasen gebunden (bei Inspiration wird der Puls kleiner, bei Exspiration grĂśĂer).
Kussmaul-Aphasie (1877)
Totale sensorische (kortikale) Aphasie (Kussmaul-Alexie, Alexia corticalis) mit Beeinträchtigung der âinneren Spracheâ, des Leseverständnisses und Schreibens sowie der Unfähigkeit nachzusprechen. Die Kontrolle der Spontansprache und der Redefluss sind gestĂśrt, syllabäre und verbale Paraphasie treten auf. Andererseits wird darunter auch der psychogene Mutismus subsumiert (âStummheitâ bei intaktem Sprechorgan, psychogenem Stupor und Schrecklähmung).
Kussmaul-Atmung (1874)
KuĂmaul beschrieb erstmals Beobachtungen an drei komatĂśsen Diabetikern die âgroĂe Atmungâ (Kussmaul-Kien-Atmung, Azidoseatmung) mit Azetonbildung im Blut. Die Kussmaul-Atmung gilt seither klinisch als charakteristischer Atemtypus beim Coma diabeticum: pausenlose regelmäĂige, sehr tiefe AtemzĂźge, wobei die Atemexkursion unter Zuhilfenahme der Atemhilfsmuskulatur stark vergrĂśĂert ist.
Kussmaul-Koma
Kardinalsymptom des hyperglykämischen diabetischen Komas mit Kussmaul-Atmung, starker BewusstseinstrĂźbung, Oberbauchschmerzen, Exsikkose, vermindertem Turgor (verminderte Spannung) der Haut, BlutzuckerÂanstieg und Azetongeruch der Atemluft.
Kussmaul-Lackrachen (1861)
Lackartige, kupfer- bis brandrote, entzĂźndliche RĂśtung der Rachen- und Gaumenschleimhaut als Teilerscheinung der Stomatitis mercurialis bei akuter Quecksilbervergiftung.
Kussmaul-Landry-Syndrom (1859)
Kussmaul beschrieb gleichzeitig mit Jean Baptiste O. Landry (1826â1865) und unabhängig von diesem die aufsteigende, schlaffe symmetrische Lähmung, die schwerste Form des Guillain-BarrĂŠ-Syndroms (Polyradikulitis-Syndrome, Landry-Paralyse, Polyneuritis acuta ascendens) mit charakteristischem Liquorbefund (EiweiĂvermehrung ohne entsprechende Zellvermehrung): schlaffe Beinlähmung mit erloschenen Sehnenreflexen, rasches Aufsteigen der Lähmung Ăźber die Muskulatur des BeckengĂźrtels nach oben, Lähmungen der Hirnnerven und Exitus innerhalb kurzer Zeit durch periphere und zentrale Atemlähmung.
Kussmaul-Magenschlauch (1867)
KuĂmaul fĂźhrte die Methodik der Magenpumpe zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken als alltägliches medizinisches RĂźstzeug in die klinische Praxis ein.
Kussmaul-Tenner-Versuch (1857)
Ein Krampfanfall kann durch beidseitige Subklavia- und Karotisunterbindung im Tierexperiment ausgelĂśst werden.
Adolf-KuĂmaul-Preis
Die SĂźddeutsche Gesellschaft fĂźr Gastroenterologie vergibt seit 1991 jährlich den derzeit mit 5000 Euro dotierten Adolf-KuĂmaul-Preis an junge Wissenschaftler bis 32 Jahren. Der Preis wurde von der Falk Foundation gestiftet.cite-ref-12[12]
KuĂmaul-Medaille
Die Deutsche Gesellschaft fĂźr Rheumatologie verleiht seit 2006 in jedem Jahr die KuĂmaul-Medaille an herausragende PersĂśnlichkeiten, die mit ihrem Lebenswerk oder mit einer bedeutsamen Einzelleistung die Rheumatologie in Deutschland entscheidend geprägt haben.cite-ref-13[13]
Weitere WĂźrdigungen
Bereits zu seinen Lebzeiten, 1898, wurde im Heidelberger Stadtteil Neuenheim eine StraĂe nach KuĂmaul benannt, wofĂźr er sich persĂśnlich bedankte.cite-ref-14[14] Auch in mehreren weiteren Orten im SĂźden Deutschlands, besonders an seinen ehemaligen Wirkungsstätten, tragen StraĂen seinen Namen, unter anderen in der Karlsruher Nordweststadt, in Mannheimcite-ref-15[15], Ludwigshafencite-ref-16[16], in Freiburg-Betzenhausen und in Erlangencite-ref-17[17].
Im Universitätsklinikum Freiburg ist auf der Inneren Station II eine Station nach Kussmaul benannt.cite-ref-18[18]
Poetisches Werk
Eine bemerkenswerte Eigenschaft KuĂmauls war seine poetische Begabung, Beschaulichkeit und Humor in Verse zu kleiden. DarĂźber hinaus war er mit dem Dichter Joseph Victor von Scheffel befreundet. Auch kam er während seiner Zeit als Landarzt mit den naiv-gemĂźtvollen Versen des Samuel Friedrich Sauter aus Flehingen (Kraichgau) in BerĂźhrung. KuĂmaul erfand zusammen mit seinem Freund Ludwig Eichrodt die parodistische Figur des âBiedermaierâ, indem er den Modebegriff âBiederkeitâ ironisch mit dem Allerweltswort â-maierâ verband: Der schwäbische Schulmeister Gottlieb Biedermaier war demnach ein Mensch, dem nach ihrer Charakterisierung âseine kleine Stube, sein enger Garten, sein unansehnlicher Flecken und das dĂźrftige Los eines verachteten Dorfschulmeisters zu irdischer GlĂźckseligkeit verhelfenâ. Gemeinsam mit Ludwig Eichrodt fasste KuĂmaul den Plan, Sauters komische Verse unter HinzufĂźgung eigener absichtlich bzw. unabsichtlich komischer Gedichte herauszugeben âGedichte von Ludwig Eichrodt und Adolf KuĂmaul sowie von ihrem Vorbild, dem alten Schulmeister Samuel Sauter. Gesammelt und herausgegeben von Ludwig Eichrodtâ (1911). Als Biedermeier wird die stilistische Epoche 1815 bis 1848 bezeichnet.
Schriften
⢠Die Farbenerscheinungen im Grunde des menschlichen Auges. Heidelberg 1845.
⢠Untersuchungen ßber den Einfluss, welchen die BlutstrÜmung auf die Bewegungen der Iris und andrer Theile des Kopfes ausßbt. Medizinische Dissertation; auch in: Verh. d. physikalisch-medicinischen Gesellsch. Wßrzburg.
⢠Zwei Fälle tĂśdtlich abgelaufender Chloroformbetäubung, von welchen der eine Gegenstand gerichtlicher Untersuchung geworden ist. In: Deutsche Zeitschr. f. d. Staatsarzneikunde. 1 (1853), S. 451â456.
⢠Die Gedichte des schwäbischen Schulmeisters Gottlieb Biedermaier und seines Freundes Horatius Treuherz (Unter dem Pseudonym Dr. Oribasius (nach dem byzantinischen Arzt Oreibasios, 325â395 n. Chr.) zusammen mit L. Eichrodt seit 1855 in den Fliegenden Blättern verĂśffentlicht).
⢠mit A. D. Tenner: Untersuchungen ßber Ursprung und Wesen der fallsuchtartigen Zuckungen bei der Verblutung, sowie der Fallsucht ßberhaupt. Frankfurt am Main 1857.
⢠Von dem Mangel, der Verkßmmerung und der Verdoppelung der Gebärmutter, von der Nachempfängnis und der Ueberwanderung des Eies. Wßrzburg 1859.
⢠Untersuchungen ßber das Seelenleben des neugeborenen Menschen. Programm usw. Leipzig 1859; 2. Auflage Tßbingen 1884.
⢠Zwei Fälle von Paraplegie mit tÜdlichem Ausgang ohne anatomisch nachweisbare oder toxische Ursache. Erlangen 1859.
⢠Untersuchungen ßber den constitutionellen Mercurialismus und sein Verhältniss zur constitutionellen Syphilis. Wßrzburg 1861.
⢠mit R. Maier: Ueber eine bisher nicht beschriebene eigenthßmliche Arterienerkrankung (Periarteritis nodosa), die mit Morbus Brightii und rapid fortschreitender allgemeiner Muskellähmung einhergeht. In: Dtsch Arch Klin Med. 1 (1866), S. 484.
⢠Ueber die Behandlung der Magenerweiterung durch eine neue Methode mittelst der Magenpumpe. Rede anlässlich eines Geburtsfestes. eller, Freiburg im Breisgau 1869, S. 455â500.
⢠Zwanzig Briefe ßber Menschenpocken- und Kuhpockenimpfung. Freiburg 1870.
⢠Zur Lehre von der Tetanie. In: Berlin Klin Wochenschr. 9 (1872), S. 441â444.
⢠Ăber die fortschreitende Bulbärparalyse und ihr Verhältniss zur progressiven Muskelatrophie. Leipzig 1873.
⢠Ăber schwielige Mediastino-Perikarditis und den paradoxen Puls. In: Berlin Klin Wochenschr. 10 (1873), S. 433, 445 und 461.
⢠Zur Lehre vom Diabetes mellitus. Ăber eine eigentĂźmliche Todesart bei Diabetischen, Ăźber Acetonämie, Glycerin-Behandlung des Diabetes und Einspritzungen von Diastase ins Blut bei dieser Krankheit. In: Dtsch Arch Klin Med. Band 14, 1874, S. 1.
⢠Die StÜrungen der Sprache. Versuch einer Pathologie der Sprache. Leipzig 1877; 3. Auflage ebenda 1885.
⢠Dr. Benedict Stilling. Eine Gedächtnissrede. StraĂburg 1879.
⢠Jugenderinnerungen eines alten Arztes. Adolf Bonz & Co., Stuttgart 1897.
⢠3. Auflage. Adolf Bonz & Co., Stuttgart 1899 (Digitalisat).
⢠9. Auflage 1912.
⢠14.â18. Auflage Stuttgart 1923.
⢠20. Auflage Mßnchen 1960 Digitalisat (Projekt Gutenberg).
⢠Memoirs of an Old Physician. Amerind, New Delhi 1981.
⢠Ein Dreigestirn groĂer Naturforscher an der Heidelberger Universität im 19. Jahrhundert. In: Deutsche Revue. Band 27, 1902, Nr. 1, S. 35â45 und 173â187. (Digitalisat Univ. Heidelberg Erinnerungen an Bunsen, Helmholtz und Kirchhoff)
⢠Aus meiner Dozentenzeit in Heidelberg. Hrsg. von Vinzenz Czerny. Bonz, Stuttgart 1903; 3./4. Auflage: Mßnchen/Berlin 1925.
Literatur
⢠C. S. Breathnach, Wolfgang Westphal: Adolf Kussmaul (1822â1902): From Youth to Maturity under the Influence of Virchow. In: Journal of Medical Biography. Band 11, Nr. 1, 2003, S. 55â61 (doi:10.1177/096777200301100114).
⢠Friedrich Kluge: Adolf KuĂmaul. Freiburg im Breisgau 2002.
⢠Eberhard J. Wormer: Angiologie â Phlebologie. Syndrome und ihre SchĂśpfer. Medikon, MĂźnchen 1991, S. 102â116.
⢠Eberhard J. Wormer: Syndrome der Kardiologie und ihre SchĂśpfer. MĂźnchen 1989, S. 151â158.
⢠Eduard Seidler: Adolf KuĂmaul als Arzt seiner Zeit. In: Friedrich Kluge (Hrsg.): Adolf KuĂmaul. Seine aktuelle Bedeutung fĂźr Innere Medizin und Neurologie. Stuttgart 1985, S. 47.
⢠Friedrich Kluge, Eduard Seidler: Zur Erstanwendung der Ăsophago- und Gastroskopie: Briefe von Adolf Kussmaul und seinen Mitarbeitern. In: Medizinhistorisches Journal. Band 21, 1986, S. 288.
⢠Helmut Wyklicky: KuĂmaul, Adolf. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 13. Duncker & Humblot, Berlin 1982, ISBN 3-428-00194-X, S. 344â345 (deutsche-biographie.de).
⢠Theodore H. Bast: Adolf Kussmaul. In: Ann Med Hist. 8 (1926), S. 95.
⢠W. Fleiner: Zu Adolf Kussmauls 100. Geburtstag. In: Mßnchner Medizinische Wochenschrift. Band 69, 1922, S. 276, 313 und 356.
⢠H. H. Mark: The First Ophthalmoscope? Adolf Kussmaul 1845. In: Arch Ophthalmol. Band 84, 1970, S. 520.
⢠W. Fleiner: Ein Rßckblick auf die literarischen Arbeiten Adolf Kussmauls. In: Deutsches Archiv fßr Klinische Medizin. Band 73, 1902, S. 1.
⢠H. Strßbe: Adolf Kussmaul. In: Biograph Jahrb Dtsch Nekrol. 7 (1902) 66, 383.
⢠Dagmar DrĂźll: Heidelberger Gelehrtenlexikon 1803â1932. Herausgegeben vom Rektorat der Ruprecht-Karls-Universität-Heidelberg. Springer, Berlin/Heidelberg/Tokio 2012, ISBN 978-3-642-70761-2.
⢠Rehnberg, Victor, Ed Walters: The life and work of Adolph Kussmaul 1822â1902:âSword swallowers in modern medicineâ. Journal of the Intensive Care Society 18.1 (2017): 71-72.
Weblinks
Commons
: Adolf KuĂmaul
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Adolf KuĂmaul
â Quellen und Volltexte
⢠Literatur von und Ăźber Adolf KuĂmaul im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Werke von Adolf KuĂmaul im Projekt Gutenberg-DE
⢠Adolf Kussmaul: Jugenderinnerungen eines alten Arztes (1899)
⢠Ole Daniel Enersen: Adolf KuĂmaul (Memento vom 20. Januar 2025 im Internet Archive) bei whonamedit.com
⢠Adolf KuĂmaul im Internet Archive
Einzelnachweise
cite-note-11. â Adolf KuĂmaul: Ein Heft meines Vaters aus Schoenleins Klinik 1819â1820. In: Adolf KuĂmaul: Jugenderinnerungen eines alten Arztes. 3. Auflage. Adolf Bonz & Co., Stuttgart 1899, S. 17â21.
cite-note-22. â Andreas Mettenleiter: Das Juliusspital in WĂźrzburg. Band III: Medizingeschichte. Herausgegeben vom Oberpflegeamt der Stiftung Juliusspital WĂźrzburg anlässlich der 425jährigen Wiederkehr der Grundsteinlegung. Stiftung Juliusspital WĂźrzburg, WĂźrzburg 2001, ISBN 3-933964-04-0, S. 236.
cite-note-33. â Nicht in den KĂśsener Corpslisten
cite-note-44. â Andreas Mettenleiter: Das Juliusspital in WĂźrzburg. Band III: Medizingeschichte. Herausgegeben vom Oberpflegeamt der Stiftung Juliusspital WĂźrzburg anlässlich der 425jährigen Wiederkehr der Grundsteinlegung. Stiftung Juliusspital WĂźrzburg, WĂźrzburg 2001, ISBN 3-933964-04-0, S. 162.
cite-note-55. â Andreas Mettenleiter: Das Juliusspital in WĂźrzburg. Band III: Medizingeschichte. 2001, S. 513 und 612â613.
cite-note-66. â Mitglieder der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ărzte 1857
cite-note-77. â @1@2Vorlage:Toter Link/zefys.staatsbibliothek-berlin.deUnter Kunst, Wissenschaft und Literatur wird Adolf KuĂmaul aus Anlass seines 80. Geburtstages ehrend erwähnt. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im August 2023. Suche in Webarchiven), in: KĂśniglich privilegierte Berlinische Zeitung, 22. Februar 1902.
cite-note-88. â Vgl. H. H. Mark: The first ophthalmoscope? Adolf KuĂmaul 1845. In: Arch. Ophthal. Band 84, 1970, S. 520â521.
cite-note-99. â Vgl. auch Julius Hirschberg: Geschichte der Augenheilkunde. In: Theodor Saemisch, Alfred Graefe (Hrsg.): Handbuch der gesammten Augenheilkunde. 2. Auflage. Band 12â15 (in 9 Teilbänden), Leipzig 1911, Band 14, S. 384â388.
cite-note-1010. â Wolfgang Jaeger: Die Erfindung der Ophthalmoskopie, dargestellt in den Originalbeschreibungen der Augenspiegel von Helmholtz, Ruete und Giraud-Teulon. Eingeleitet und erläutert von Wolfgang Jaeger. Hrsg. von Dr. Winzer. Chemisch-pharmazeutische Fabrik Konstanz. Brausdruck GmbH, Heidelberg 1977, insbesondere S. 8â9.
cite-note-1111. â Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Ăbersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/GĂśttingen/Heidelberg 1960, S. 43.
cite-note-1212. â Ehrungen â SĂźdwestdeutsche Gesellschaft fĂźr Gastroenterologie. Abgerufen am 24. Juli 2023.
cite-note-1313. â KuĂmaul-Medaille. Deutsche Gesellschaft fĂźr Rheumatologie und Klinische Immunologie, abgerufen am 18. August 2024.
cite-note-1414. â Kurzbiografie von Adolf KuĂmaul auf der Seite des Heidelberger Geschichtsvereins
cite-note-1515. â KuĂmaulstraĂe auf der Seite des Stadtarchivs Mannheim
cite-note-1616. â Andreas Gebauer/Stefan MĂśrz: Ludwigshafener StraĂennamen, Stadtarchiv Ludwigshafen am Rhein 2013, S. 302, online hier
cite-note-1717. â [1]
cite-note-1818. â Die Stationen der Klinik fĂźr Innere Medizin II. Abgerufen am 26. August 2023.